Seit ein paar Monaten gibt es auf dem Markt immer mehr Netbooks zu kaufen: sie sind billig, sehen gut aus, haben aber kein optisches Laufwerk. Der große Bruder der Netbooks sind die Notebooks: etwas teurer, sehen auch gut aus, und haben ein optisches Laufwerk sowie größeren Arbeitsspeicher. Dafür kosten sie etwas mehr und sind größer, was für Mobilität Einschränkung sein kann. Doch nur die wenigsten wissen, welche Sorte mobiler Geräte für sie besser ist. Deswegen möchte ich hier einen kleinen Überblick bieten.
Welche Vorteile haben Notebooks gegenüber den kleinen Genossen?
Die Notebooks sind meist sehr hochwertig verarbeitet und deshalb auch sehr robust. Kleinere Stürze halten sie trotzdem meist nicht so gut aus, meistens ist danach die Festplatte oder der Bildschirm hinüber. Manchmal kann man bei seinem Händler auch noch Aufdrucke für das Notebook bestellen, zum Beispiel eigene Bilder oder Eigenkreationen.
Notebooks haben per se immer ein optisches Laufwerk, wie etwa CD, DVD oder (ganz neu) Bluray. Somit sind sie in der Lage, diese Scheiben zu lesen und (in der Regel) auch zu beschreiben. Mit Notebooks kann man meistens perfekt Musik von CD hören oder den aktuellen Kinofilm auf DVD ansehen. Außerdem ist die Geschwindigkeit der Brenner teilweise unglaublich – unglaublich lautlos auch.
In Notebooks stecken bessere Arbeitsspeicher, mit denen problemlos mehrere Prozesse gleichzeitig laufen können. Windows Vista Ultimate ist hier kein Problem mehr – da muss man die Chips nicht mehr selbst ätzen. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben, denn regelmäßige sehr starke Überhitzung zerstört die Speicherzellen und die Geschwindigkeit nimmt ab. Es ist ohne größere Probleme möglich, Musik zu hören, währenddem Ubuntu installiert und ein Computerspiel gespielt wird.
Notebooks haben größere Auflösungen als Netbooks. Diese beginnen ab 1200x900, allerdings ist hier die Auflösung 1024x768 auch noch weit verbreitet. Große Auflösungen können aber auch einen Nachteil haben: Websites werden verzerrt.
Die Kapazitäten neuer Notebooks beginnt ab 160 GB, was für Dokumente locker reichen dürfte. Je nach Anwendungszweck können aber auch 320 GB notwendig werden; da muss man sich umsehen, denn manche Notebooks bieten riesige Festplattenspeicher.
Auf neuen Laptops ist meist Windows Vista Home Basic installiert. Wer das aber nicht möchte, kann sich auch nach betriebssystemlosen Notebooks umschauen. Dadurch sinken die Kosten sogar um meist 50–100€, die für Vista anfallen. Wer also noch eine XP-Lizenz oder ein Linuxderivat rumliegen hat, kann so echtes Geld sparen.
Die Kosten beginnen bei Notebooks ab 400€ und gehen bis zu 1600€.
Für das Surfen im Internet sind Netbooks ideal. An schönen Sommertagen kann man so draußen sitzen und per WLAN über dem heimischen Router im Netz nach Informationen schauen. Leider wird für Netbooks manchmal ein externes WLAN-Gerät benötigt, da es gelegentlich nicht inkludiert ist. Das ist bei Notebooks aber genauso.
Für Kinder ist ein Netbook ideal, wenn sie keine riesigen Ansprüche wie 3D-Videospiele haben. Wer nur chatten, im Internet surfen und Dokumente schreiben will, für den sind Netbooks die absolut goldrichtige Wahl.
Videospiele funktionieren auf den günstigen „Kleinen“ nur bedingt gut. Das liegt an der minderwertigeren Grafikkarte sowie an dem schwachen Arbeitsspeicher, der oft nur 1024MB besitzt. Mit dem Schreiben von Dokumenten oder das Kreieren von Präsentationen gibt es keine Probleme – das Netbook flitzt oft nur so dahin. Allerdings wird für das Aufspielen von Software ein externes optisches Laufwerk benötigt, welches sich aber schon für 50€ bei Fachhändlern bekommen lässt.
Da die Netbooks meistens ohne Betriebssystem ausgeliefert werden, wird für das Aufspielen der Software ein bisschen Sachkenntnis benötigt, obwohl die Installation von Linux oder Windows nicht wirklich kompliziert ist. Trotzdem sind Netbooks auch sehr für Nerds ideal: mit der richtigen Software bestückt, lassen sich leicht Server oder Router aufsetzen, die individuell konfigurierbar sind.
Die Kosten für Netbooks belaufen sich meist um 370€. Daneben gibt es aber noch Netbooks, welche mit Betriebssystem (meistens Windows XP) vom Band laufen, diese kosten aber nur etwa 40-50€ mehr. Somit sind Netbooks preisgünstige Alternativen, die sich für den einfachen Gebrauch durchaus sehen lassen können.
Was für jemanden besser ist – das Notebook oder das kleine Netbook, das muss jeder selbst entscheiden. Jeder hat seine Vorteile, für Gamer sind Notebooks besser, für Qualitätsfanatiker auch. Die Netbooks bestechen jedoch durch schnelle Office-Aufgaben und außerdem fallen oft die Kosten für ein Betriebssystem weg. Außerdem: Was nützt das beste Notebook, wenn man es nicht bedienen kann?
— MAX GROSSMANN